Heute in Farbe… Und mit Bildern (Links siehe jeweils in Klammern!)… ergo bunt:
Wochenende: Sa morgens los, lausiger Bus, 5:30 aufgestanden… Zumindest alle ausser mir. Ich hab verpennt – verpennte zu gut Deutsch. Was wiederum gut latino ist. So muss ICH zumindest auf niemanden warten, hat auch was für sich! Dann ins gemütliche Nest Villa de Leyva, 4, 5 Stunden. Der Trip ins bäuerliche, ruhige Dorf (Wüstendorf) war sehr schön und unterhaltsam, hatten eine Jeeptour gemacht: Straussenfarm (südafrikanisch), in einer Lagune betrunken nacktschwimmen (Lagune), Töpferhandwerk in der Wüste besichtigen, Weinanbau mit Weinprobe bei deutschem Pionier (da ging dann die Party grad weiter, hehe), Archeologiepark mit rieesigen Peni (Penishenge), Fossilmuseum mit tollen Versteinerungen, Wochenendmarkt (Markt) mit tollsten fettgetränkten Speisen und auf der tollen Strasse nachts bis drei mit den einfachsten Leuten überhaupt, irgendwelchen Bauern, Bier und Schnaps trinken (Unsere Homies, die Bauern). Ich (Esel) und John (Kolumbianer) wollten eigentlich am Vorabend nur Feuer holen, da haben sie uns nicht mehr losgelassen… Heieiei… Versumpft, auf ner Strasse mit kolumbianischen Bauern, die nichtmal wissen, dass Deutschland seine eigene Sprache hat… Immerhin wissen sie nun etwas über Hitler! Pionierarbeit sozusagen! Danach haben wir mit einem Skorpion weitergetrunken… Am Anfang wars schwierig, spritzt der uns doch immer wieder mit seinem Stachel in Angriffsposition an… Dann haben wir ihm ein wenig Alk gegeben, und siehe da, die Situation war deutlich aufgelockerter. Irgendwann ist aber selbst unser Freund, der Suffskorpion ins Bett und John und mir blieben noch drei Stunden schlaf bis zu besagter Jeeptour… Ach ja, bevor ich es vergesse, ich hab mich mal eben verliebt, es gibt ja hier so schöne Mädels (Meine Neue Freundin und ich beim Lego spielen). Also DAS war insgesamt alles sowas von Kolumbien live! Wow! Bin heute also wieder im Büro, nachdem ich gestern ca. ein weiteres Katzenleben verlor. Da Eva so fern war, dachte Adam sich nämlich, dass er mal umso mehr Früchtchen nascht… Die Schlange lacht mir ins Gesicht. Und aus noch dazu – zu viel von der zu falschen Frucht gegessen. Pitaya heisst das Biest. Gestern dann auf dem Heimreisetag hats mir alles zu allen Öffnungnen rausgeschwämmt, ich habe mich kaum auf den Beinen halten können, leider mussten wir aber 5h heimfahren. Auf dem Busbahnhof dann hab ich mir artig nach Abführmittel die Hose vollgekotzt – Oh herrlich, das hätte man echt auch aufzeichnen sollen: ich, mit vollgekotzter Hose auf einem lausigsten Bahnhof in der Prärie, mit dem Mopp in der Hand die eigene Kotze wegputzen… Toller Anlick! A drauuum! So konnte ich immerhin die erste Strecke fahren, dann in einem Minidorf zu Bauern ins Haus/ Schuppen und die haben mir dann Obdach gewährt, ich war dort auf dem wohl schlimmsten Klo zwischen Hühnern, Küche und spielenden Kindern. Geruch von verwestem Krebs. Regentropfen durch das Wellblechdach. In diesem Dorf war ich sowas wie die Attraktion schlechthin, die Einheimischen kamen um mich zu sehen „Ja, stimmt! Da ist er! Da sitzt er!“… Ich bin fast ohnmächtig geworden, weil ich total dehydriert war. Die anstrengende Heimfahrt ging um 9uhr zu Ende, ich bin nach einer Nacht, wo ich mir ca. nachgezählte 3mal in die Hose schiss, heute vor allem nur im Büro, um Suppe zu trinken, die gibts hier unten irgendwo an der Strasse. Die wird mich langsam wieder aufpeppeln. Aber sowas habe ich noch nie erlebt. Für Mama (Anmerkung des Sohnemannes: VIELEN DANK, beste Mama der Welt für die Regenjacke, die ist der Hammer, zum Glück habe ich sie dabei! Mama machts eben immer wieder möglich! Anmerkung der Redaktion: Der Dieb meines alten Windbreakers wird mit einem Voodoozauber belegt, möge er Dünnpfiff bekommen, der Eierdieb!) wäre das alles nichts, das weiss ich bestimmt… Wenn sie sehen würde, wo ich hier und da rumkomme, dann wöllte sie, dass ich wieder heimkomme. Aber das ist so auch alles richtig, dann weiss ich Deutschland wieder besser zu schätzen. Geliebtes Heimatland…
Desweiteren will ich immernoch umziehen. Hoffentlich finde ich noch etwas. Denn bei meiner lieben Doro ist es nicht gerade sooo billig. Aber das liegt eben auch daran, dass ich in einem echt schicken Viertel wohne, sowie sich auch die Kammer in DER Luxusgegend befindet, dem Bankenviertel…
Viele Grüsse aus dem Land der Todes- und Unheilsbringer-Früchte,
Cornelius
Reinsch oder Dünsch? Ach, jetzt passen einfach beide Namen zu dir!
Oh man Conny, ich muss sagen, als ich das mit dem Dünsch und Reinsch gelesen habe muss ich sagen…zum Glück war ich nicht an deiner Stelle!! Ich glaub ich wäre 5 mal gestorben!! Da denk ich mir..ich lieg hier grad im Bett, der Fernseher läuft, die Internet Flatrate funktioniert prima!! Und Dünsch bekommt man von dem essen auch nicht! Aber auf den Scheißhäusern bei der MAN in der Montagehalle siehts auch aus wie in einem Rattenloch! Da denkt man, du bist in Deutschland und die Menschen sind eigetlich westlichen Standards erzogen worden, aber weit gefehlt! Da wird nicht gespühlt, überall liegt Papier rum, es wird neben das Scheißhaus geschissen!!!! Hör mir auf! Da schnapp ich mir doch lieber das Elektroauto und fahr zu den Rundumwohlfühltoiletten in der Lagerhalle!!
Also, dann halt mal die Ohren steif und den Schließmuskel geschlossen!!!
Bye bye
Hey Conny.
Danke für die ausführlichen Erlebnisse, ich hab mich köstlich amüsiert
Lad’ doch mal ein paar Bilder auf Flickr hoch…
Gruß