Zum Unwetter kann ich nicht viel sagen, da ich selbst nicht da war und gerade zum ersten Mal wieder quasi Kontakt mit der Welt habe. Zur Übersicht nochmals die hard facts:
· 3.-5. Nov: SAN GIL (8h von Bogotá) – Erlebnisrafting, Grillziege, Parasiten und Besuch des Kult-Dörfchens BARICHARA
· 5.-9. Nov: BOGOTÁ – krank im Bett, krampfend, gelangweilt und bekocht
· 10.-12 Nov: Dörfchen AGUA DE DIOS (3h von Bogotá) zum erholen, Diät- Früchte essen, schlafen und Sonne tanken
Meine Erklärung soll mal den Reiseberichten der vergangenen Wochen vorausgeschickt werden: zum einen tagelanger Internetausfall vor 2 Wochen, zum anderen beschäftigt im Büro und auf einer kleinen Softwaremesse (Microsoft hatte sogar nen Barmixer am Start, die habens halt dicke…) knapp 13h im Einsatz.
Und vor allem: Lauter kleine Dinger, kleine Freunde, knuffige Mitstreiter, gierige Zugaufspringer die alle was vom Kuchen abhaben wollen – und ich muss alle ernähren – Ich habe mir auf der letzten Wochenendreise am 5. November in San Gil Parasiten eingefangen! Dolle Wurst denkt man… Falsch gedenkt, denn gar nix mit Wurst, nur Dünnsch mal wieder. Begleitet von den Magenkrämpfen, die selbst Gorilla in die Knie zwängen. Heimkehr von San Gil am verlängerten Wochenende mit Raphael (meinem Mitbewohner), wo ich am letzten Tag (Montag) schon mit Fieber durch die Stadt geisterte wie ein Zombie, mal wieder kurz vor dem Scheintod durch Dehydration, musste ich am Dienstag bei der Arbeit erstmal passen. ‚Bleibste nen Tag daheim und ruhst dich aus, wird schon werden…’ – Oh ja, wurde auch. Und zwar immer krasser – am Abend bin ich vor Schmerzen fast zusammengebrochen und musste mich dann um kurz vor 22Uhr in die Notaufnahme begleiten lassen, weil das die Jahrhundertmagenkrämpfe waren. Die folgenden Tage wurden dann mit Fieber, viel Krampf, viel Medikamenten (Ja, Conny nimmt tatsächlich Tabletten, hat mich auch überrascht!) und Schlaf verbracht begleitet von vielen kleinen kiffenden Kolumbianerinnen, die alle anscheinend Obdach bei Ihrer Freundin Angelica in unserem Haus suchen. Alles Costeñas („von der Küste“). Ich sag Euch, die Küste muss wie leergefegt sein, waren doch am Fr gut und gerne 10 Leute am Start… Haben kein Geld zum telefonieren, treffen sich aber aus ganz Lateinamerika kommend bei uns. Mittlerweile wunderts mich gar nicht mehr, wenn ich irgendwelche muñequitas (Püppchen) sehe, die am nächsten Tag um 10 aufstehen und zum Duschen erstmal nen Joint brauchen… Alles Artistinnen, Designer, Sänger und Lebenskünstler. „Ich war drei Monate in Buenos Aires, aber es war langweilig.“ – „was hast denn dort gemacht?“ – „nix“… Hmmm???! Ob da ein Zusammenhang bestehen mag? Eigentlich auch echte Parasiten… Sogar ziemlich… Das Haus hat sich also Parasiten eingefangen. Well, have to get rid of that shit… Wird nun mal ein klärendes Wörtchen gesprochen, aber gut, dass ich die letzten beiden WE nicht zuhause war. Dennoch: Angie ist eine komplette Mama und die Mädels kochen einem dann lecker, wobei lecker seeeehr relativ ist, muss ich nun einen striktesten Diätplan einhalten und nachdem ich zwischenzeitlich auch 30h ohne Essen auskam, hab ich auch gut wieder das eine oder andere teuer erfutterte Pfund abgenommen.
Viele Grüsse aus dem Land der weltgrössten Hagelkörner und Parasitenpopulationen,
Cono